Destinationen

Island wird zu teuer

Island ist ohne Zweifel wunderschön, könnte jedoch bald unbezahlbar werden

Island ist ohne Zweifel wunderschön, könnte jedoch bald unbezahlbar werden. Foto: Inspired by Iceland

Island meldete in den vergangenen Jahren einen touristischen Rekord nach dem nächsten, 2015 wurden erstmals mehr als eine Million Besuchern gezählt. Die Freude der Veranstalter hält sich allerdings in Grenzen, denn die Kapazitäten auf der Insel sind begrenzt.

„Auf Island beobachten wir derzeit enorme Preissteigerungen. Urlauber aus Asien und Amerika sind derzeit bereit, fast jeden Preis zu zahlen“, sagt beispielsweise Michael Ricken, Geschäftsführer von Neckermann-Kooperationspartner Troll Tours. Hinzu kämen die Wertsteigerung der Isländischen Krone um 15 Prozent sowie die Einführung der Touristensteuer in Höhe von elf Prozent.

„Dieser Reisepreis wird dem deutschen Markt nur noch schwer zu vermitteln sein“, so Ricken weiter. „Wir erwarten daher mittelfristig eine schwächere Nachfrage.“ Preiszuschläge befürchten auch Dertour-Produkt-Manager Philipp Detmer und Klaus Bühring, der bei TUI Wolters für Nordeuropa zuständig ist.

Doch noch hält der Island-Boom an: „Der kommende Winter sieht vielversprechend aus, und gestoppt werden kann das Ganze nur durch Engpässe bei der Verfügbarkeit“, so Detmer. Frühzeitige Buchungen seien notwendig – oder aber ein Ausweichen auf die ebenfalls interessanten Nebensaisons.

Der Rest der Nordischen Länder hat nicht mit Überfüllung oder Mondpreisen zu kämpfen. Entsprechend positiv fällt die Prognose der Produkt-Manager für die kommende Wintersaison aus. Insbesondere Finnland wird ein weiterer Aufschwung zugetraut, hier stimme die Mischung aus sanften Naturerlebnissen und der sehr guten Infrastruktur der Wintersportgebiete.

Mehr zum Thema Nordische Länder lesen Sie im aktuellen Schwerpunkt in der Ausgabe 38 von touristik aktuell.  

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