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„Irma“: Wohin kann man noch reisen?

Florida (im Bild Miami Beach) ist noch einigermaßen glimpflich davongekommen

Florida (im Bild Miami Beach) ist noch einigermaßen glimpflich davongekommen. Foto: Wikimedia

Florida (im Bild Miami Beach) ist noch einigermaßen glimpflich davongekommen

Florida (im Bild Miami Beach) ist noch einigermaßen glimpflich davongekommen. Foto: Wikimedia

Viele Reisebüros sind derzeit unsicher, ob sie Kunden nach dem Hurrikan „Irma“ Reisen in die Karibik oder nach Florida empfehlen können. Bei den Veranstaltern sieht das nicht anders aus. Denn in vielen Zielen wird die Lage noch sondiert – und die Umbuchungs- und Stornoregeln werden immer wieder angepasst (siehe hier). 
Fest steht, dass es auf einigen Karibikinseln sowie in Teilen Floridas noch lange dauern wird, bis der Betrieb normal weitergeht. Wie lange, ist zurzeit völlig unklar – zum Teil kann es sich um mehrere Monate, mitunter auch Jahre handeln. 
Andere Ziele hingegen sind mit einem mehr oder weniger blauen Auge davongekommen. Hier ein Überblick.
Kuba: Die Hauptinsel wurde vor allem im Norden rund um Varadero schwer getroffen, auch auf den vorgelagerten Inseln Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria hinterließ der Wirbelsturm schwere Schäden. Thomas Cook beispielsweise hat alle Reisen auf die Cayos bis einschließlich 31. Oktober abgesagt. Auch in der Hauptstadt Havanna wurden durch Überflutungen und starke Stürme Infrastruktur und Hotels stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Region rund um Holguin ist hingegen nahezu ohne Schäden davongekommen.
Florida: In dem US-Bundesstaat hat es vor allem die Inselgruppe Florida Keys schlimm erwischt. Sie sei wohl „über Wochen hinaus nicht bewohnbar“, wie es aus dem US-Heimatschutzministerium heißt. Das Festland hingegen wurde nicht ganz so hart getroffen wie befürchtet. Besonders die Großstädte wurden von Irma nur am Rande gestreift und hatten vor allem mit Überflutungen und Stromausfällen zu kämpfen. Der Freizeitpark Disney World in Orlando ist bereits Mitte dieser Woche zur Tagesordnung zurückgekehrt. Bis auf wenige Ausnahmen haben alle Attraktionen geöffnet. Gleiches gilt für den Themenpark Seaworld.
Anguilla, Barbuda, St. Martin, Turks & Caicos, British Virgin Islands: Die Zahl der Urlauber auf den kleinen Karibikinseln ist überschaubar – und dürfte in den nächsten Monaten nahezu auf Null zurückgehen. Ein Großteil der Häuser auf allen genannten Inseln wurde zerstört, die Infrastruktur lahmgelegt. Die Aufräumarbeiten laufen. Wann wieder so etwas wie Normalität einkehrt, ist derzeit nicht absehbar.
Puerto Rico: Der Wirbelsturm hat lediglich die Nordküste der Insel gestreift, die Schäden halten sich nach Angaben des örtlichen Tourist Boards „in Grenzen“. Der Flughafen in San Juan wurde direkt nach dem Hurrikan wieder geöffnet, ebenso der Kreuzfahrthafen. Alle Hotels und touristischen Attraktionen seien „in gutem Zustand“.
Bahamas: Irma ist östlich an der Inselgruppe vorbeigezogen, es gab nur leichte Schäden. Nach Angaben der AG Karibik herrscht Normalbetrieb.
Trinidad/Tobago, Aruba, Curacao, Dominica, Jamaika, St. Lucia, Barbados: Es wurden keine Schäden vermeldet.
Dominikanische Republik: Das Land ist vom Wirbelsturm komplett verschont geblieben, der touristische Betrieb läuft wie gehabt weiter. „Wir sind dankbar und froh, dass unser Land unbeschadet geblieben ist. In Gedanken sind wir bei unseren karibischen Nachbarn“, sagt Petra Cruz, Europa-Direktorin des Fremdenverkehrsamts.
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