Reisevertrieb

TUI Travel Star: Qual der Wahl bei Omnichannel

Party-Stimmung zum 20. Jubiläum von TUI Travel Star in Madrid: Die Sieger der diesjährigen Champion-Awards auf dem Podium des Riu Plaza Espana

Party-Stimmung zum 20. Jubiläum von TUI Travel Star in Madrid: Die Sieger der diesjährigen Champion-Awards auf dem Podium des Riu Plaza Espana. Foto: mg

Fragezeichen zum Thema Omnichannel, Kritik an TUI, Sorgen um den Nachwuchs, aber dennoch beste Stimmung: Rund 300 Touristiker, unter ihnen mehr als 200 Reisebüro-Inhaber, haben am Wochenende in Madrid den 20. Geburtstag der Reisebüro-Kooperation TUI Travel Star (TTS) gefeiert. „Wir haben sehr viel erreicht. Und ich bin sehr optimistisch, dass wir auch die Zukunft gemeinsam erfolgreich meistern werden“, zeigte sich Geschäftsführer Oliver Grimsehl während der Tagung im neuen Riu Plaza Espana überzeugt.

Konzepte von RTK und TUI
In deren Mittelpunkt standen die Präsentationen zweier Omnichannel-Strategien: Zum einen haben die Mitglieder von TUI Travel Star (TTS) die Möglichkeit, beim Thema Digitalisierung der Tec-off-Strategie der Mutter RT-Reisen zu folgen. Die Technik dafür steht, die Verträge mit den Kooperationspartnern Bosys und dem CRM-Salesforce für die Neukundengewinnung sind unter Dach und Fach.

Alternativ – oder auch ergänzend dazu – können die Büros in eine kostenlose Omnichannel-Partnerschaft mit TUI einsteigen. Deren Konzept sieht vor, dass der Marktführer Kundendaten der Reisebüros aufbereitet und sie für Marketing-Aktionen anschließend an die Reisebüros zurückspielt.

Egal, ob die Büros bei beiden Konzepten mitmachen oder sich für eines von beiden entscheiden. Die Botschaft von Grimsehl und seinem Mitgeschäftsführer Lars Helmreich ist klar: „Wir müssen aktiv werden, und das werden wir.“ Ohne die Verknüpfung von on- und offline gehe es künftig nicht mehr.  

Bei beiden Konzepten geht es darum, Kundendaten aus verschiedenen Kommunikationskanälen zusammenzubringen und den Kunden maßgeschneiderte Produkte zum richtigen Zeitpunkt anzubieten. Beim TUI-Konzept handelt es sich naturgemäß ausschließlich um TUI-Produkte, bei Tech-off wird es einen Mix aus verschiedenen Veranstaltern und Leistungsträgern geben.

TUI verweist auf Erfolg in Filialen
Ein weiterer Unterschied: Tec-off setzt auf das automatisierte, digitale Versenden von Angeboten, bei denen freilich immer das Reisebüro das letzte Wort hat, welcher Kunde angeschrieben wird und welcher nicht. Bei TUI geht es darum, mit Hilfe der aufbereiteten Daten den Kunden telefonisch Angebote zu unterbreiten. „Unsere Filialen haben gezeigt, dass die Buchungsrate dabei wesentlich höher ist als bei alllen anderen Marketing-Aktionen“, so Kluske.  

Während die Tec-off-Strategie bereits während der RTK-Tagung der Öffentlichkeit präsentiert wurde (siehe ta 45/2019), ging TUI erstmals öffentlich ins Detail. Infos dazu finden Sie hier.

Zufrieden kann TUI Travel Star mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sein. Der Value Anteil bei TUI lag einmal mehr nur ganz knapp unter dem der Franchiser – und der Umsatz konnte mit knapp 600 Millionen Euro das Vorjahresergebnis übertreffen.

 

Kommentare (2)

  • Wolfgang Hoffmann
    am 09.12.2019
    ...dass die Schmetterling Kooperation diese technologische Möglichkeiten eines zeitgemäßen Marketings schon längst, seit vielen Jahren bei seinen Mitgliedern implementiert hat, bestätigt die Notwendigkeit, dass der Rest der Branche nachziehen muss.
  • Cornelius Lenz
    am 09.12.2019
    Lieber Wolfgang, dazu müsstet Ihr die Einverständniserklärungen Eurer Kunden gesammelt und an TUI, DER, FTI o.a. weitergegeben haben.

    Das kann ich mir nicht vorstellen.

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