Reisevertrieb

Teil 9: Globus-Serie: Reiseagentur Vospohl, Dorsten

Urgemütlich mit Industriechic: die Reiseagentur in einer ehemaligen Kneipe

Urgemütlich mit Industriechic: die Reiseagentur in einer ehemaligen Kneipe. Foto: Reiseagentur Vospohl

Einige alte Elemente der Kneipe hat Michael Vospohl erhalten: zum Beispiel die Theke samt Zapfanlage

Einige alte Elemente der Kneipe hat Michael Vospohl erhalten: zum Beispiel die Theke samt Zapfanlage. Foto: Reiseagentur Vospohl

Viel Platz für Beratungen und um gemütlich zusammen zu sitzen

Viel Platz für Beratungen und um gemütlich zusammen zu sitzen. Foto: Reiseagentur Vospohl

Reisebüro-Inhaber Michael Vospohl, seine Frau Claudia (links) und einer guten Freundin Silke Haddick bei der Globus Night in Frankfurt

Reisebüro-Inhaber Michael Vospohl, seine Frau Claudia (links) und einer guten Freundin Silke Haddick bei der Globus Night in Frankfurt. Foto: David Vasicek

Kreative Reiseverkäufer, großartige Ideen, tolle Agenturen. Am 30. Januar sind in Frankfurt am Main die Globus Awards an Reisebüros mit außergewöhnlichen Marketing-Aktionen sowie zukunftsorientierten und schmucken Einrichtungen verliehen worden. Zudem gab es zwei Sonderpreise. In dieser Serie stellen wir täglich einen der Top-Platzierten vor, an dieser Stelle den Zweitplatzierten in der Kategorie „Beste Reisebüro-Gestaltung“. Der Preis ging an Reiseagentur Vospohl in Dorsten.


Vossy goes Haifischbar

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, seit Michael Vospohl, genannt Vossy, die Faxen dicke hatte: „Alle Kundenberatungen fanden in einem Raum statt. Es fehlte die Privatsphäre, ein zweiter Raum, in den man sich mit oder auch ohne Kunden einmal zurückziehen konnte“, erinnert sich der Reisebüro-Inhaber. Und er entschied: „Wir ziehen um.“

Verschiedene Räumlichkeiten wurden angeschaut, bevor Vospohls Interesse an der ehemaligen Kneipe „Haifischbar“ hängenblieb. Dort hatte er selbst früher gefeiert, vieles erlebt. „Ich konnte mir von Anfang an gut vorstellen, da einzuziehen.“

Also fragte er den Vermieter, ob „er da reinkönnte“. „Der dachte, dass ich dort eine Party feiern will“, erzählt Vospohl. Erst als die beiden in den Räumen standen, klärte sich das Missverständnis auf. Der Vermieter fiel aus allen Wolken, als er von dem eigentlichen Vorhaben erfuhr. Doch er ließ sich schnell überzeugen. Kurz darauf stand fest: „Vossy goes Haifischbar.“

Mit seinen Mitarbeiterinnen überlegte Vospohl bei einem Vorort-Termin mit Sekt und guter Laune wie das Büro aussehen könnte, was man braucht, wie es ausgestattet sein sollte. „Wir hatten weder einen Architekten noch ein Einrichtungsbüro. Die Ideen kamen von uns. Und wir hatten dank TUI Travel Star alle Freiheiten.“

Eine Freundin begleitete Vospohl und dessen Frau beim Einkauf in den Möbelhäusern. Und fungierte nicht selten als „Geschmacks-Polizei“.

So entstand ein großzügiges Büro mit abgetrenntem Raum für „Premiumberatung“. Der andere Raum, in dem es vier Counter gibt, besticht durch Industriechic und Charme. Vospohl hat Elemente der ehemaligen Kneipe erhalten. Die alten Lüftungsrohre ziehen sich an der Decke entlang, die Theke wurde ebenfalls ins Büro integriert und ist ein Platz, an dem sich Kunden gerne beraten lassen – was einfach zu realisieren ist, denn die Mitarbeiter arbeiten ausschließlich mit Laptops.

Ein Beamer projiziert Urlaubsbilder an die Wand von Vospohls „Reise-(ohne)Büro“, wie er sein Ladenlokal nennt. „Hier erinnert kaum etwas an ein Büro, keine Kataloge, keine Aktenordner. Es sieht eher aus wie in einer Lounge und ist so gemütlich wie in einem Wohnzimmer.“ Drei Agenturen hat Vorspohl insgesamt, mit neun Mitarbeiterinnen. Wollen die nicht alle in dem schicken neuen Reisebüro arbeiten? „Können sie“, sagt Vospohl. „Wir arbeiten viel mit Terminen, die können gerne auch für Dorsten vereinbart werden.“

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