Verkehr

Germania: Vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt

Nach dem Insolvenzantrag der Fluggesellschaft Germania hat das zuständige Amtsgericht Berlin-Charlottenburg am Dienstag das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rüdiger Wienberg von der Frankfurter Kanzlei HWW Hermann Wienberg Wilhelm bestellt. Im Gegensatz etwa zu Air Berlin wurde die Insolvenz in Eigenverwaltung abgelehnt, wie das Handelsblatt berichtet.

Laut einer Mitteilung der Kanzlei betrifft das vorläufige Insolvenzverfahren die Gesellschaften Germania Fluggesellschaft mbH mit 1.426 Mitarbeitern, Germania Technik Brandenburg mbH (178 Mitarbeiter) und Germania Flugdienste GmbH (74 Mitarbeiter). Wie schon berichtet, sind die Schweizer Germania Flug AG und die Bulgarian Eagle von der Insolvenz nicht betroffen.

Wienberg hat nach eigenen Angaben bereits die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die knapp 1.700 Mitarbeiter angestoßen, damit dieses zeitnah ausgezahlt werden kann. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind demnach für drei Monate gesichert.

Parallel dazu verschafft sich der Insolvenzverwalter im Auftrag des Gerichts einen Überblick über die Situation des Unternehmens. Dazu gehöre auch eine Prüfung der Fortführungsaussichten, heißt es. Vom Germania-Grounding seien rund 60.000 Reisende für den Zeitraum der nächsten zwei Wochen betroffen.

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