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Abu Dhabi: Einblicke ins Allerheiligste

Ab dem 11. März können Besucher auf geführte Entdeckungstouren durch ausgewählte Bereiche des Presidential Palace gehen

Ab dem 11. März können Besucher auf geführte Entdeckungstouren durch ausgewählte Bereiche des Presidential Palace gehen. Foto: ykeiko/wikimedia

Abu Dhabi glitzert. Aber nicht nur. Neben all den neuen Wolkenkratzern, den Freizeitparks und dem Louvre Abu Dhabi sollen die Besucher nun auch zunehmend Kultur und Geschichte des Emirats kennenlernen. Aus diesem Grund werden in der kommenden Woche erstmalig die Pforten des Presidential Palace, des Regierungssitzes der Vereinigten Arabischen Emirate, für Nicht-Regierungsmitglieder geöffnet.

Teilweise zumindest. Ab dem 11. März können Besucher auf geführte Entdeckungstouren durch ausgewählte Bereiche des prachtvollen Gebäudekomplexes gehen. Offen stehen unter anderem die Bibliothek, das Gästehaus Qasr Al Watan und der Westflügel des Palastes, in dem normalerweise offizielle Empfänge stattfinden. Im „Haus des Wissens“ im Ostflügel gibt es zahlreiche Artefakte aus Wissenschaft, Literatur und Kunst zu sehen.

Die Öffnung des Palastes ist eine logische Folge der Entwicklung der vergangenen Jahre, in denen sich Abu Dhabi zunehmend als interessante Destination für Kulturtouristen positioniert hat. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres wurde die alte Festung Qasr Al Hosn mit einem alten Wachturm von 1760 Besuchern zugänglich gemacht. Die historische Anlage wird als „Das alte Herz von Abu Dhabi“ vom örtlichen Tourist Board offensiv vermarktet und soll nach Aussagen einer Sprecherin zum absoluten Must-see des Emirats werden.

Die Strategie scheint aufzugehen. Im vergangenen Jahr kamen etwa fünf Millionen internationale Hotelgäste nach Abu Dhabi, knapp vier Prozent mehr als 2017. Die Kreuzfahrtgäste sind in die Statistik noch nicht eingerechnet. Der Zuwachs aus dem deutschen Markt ist noch deutlicher. 142.000 Bundesbürger (plus die noch nicht eingerechneten Kreuzfahrer) besuchten 2018 Abu Dhabi, das sind acht Prozent mehr als im Jahr zuvor. Besonders auffällig: Die Deutschen bleiben im Durchschnitt etwa 4,6 Tage in dem Emirat, während der Gesamtwert aller internationalen Gäste nur bei etwa 2,6 Tagen liegt.

Es sind also vor allem die Besucher aus Deutschland, die für das Kultur- und Freizeitangebot Abu Dhabis empfänglich sind. Um Reisebüros noch besser mit dem Emirat vertraut zu machen, stehen in diesem Jahr etliche Famtrips, Roadshows und sonstige Promotion-Events im Terminkalender. Dabei werden sich auch einige der neuen Hotels ausgiebig vorstellen. Frisch eröffnet sind auf Saadiyat Island unter anderem das Jumeirah, das Rotana und mit dem Rixos das erste Fünf-Sterne-Ultra-All-inclusive-Resort Abu Dhabis. Downtown ist das The Edition ein stylisher Blickfang mit einem modernen und nachhaltigen Konzept.

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