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Mit Events will Rom den Tourismus ankurbeln

Sprach auf der IMEX in Frankfurt über die Pläne von Rom: Alessandro Onorato, Councilor for Major Events, Sport, Tourism & Fashion

Sprach auf der IMEX in Frankfurt über die Pläne von Rom: Alessandro Onorato, Councilor for Major Events, Sport, Tourism & Fashion. Foto: mg

Die Mode kommt zurück, die Kultur lebt wieder auf und auch die Stadtentwicklung kommt in Schwung. Mit dem Abklingen der Corona-Pandemie arbeitet die italienische Hauptstadt Rom daran, den Tourismus wieder in Gang zu bringen.

Im Fokus hat Alessandro Onorato, Councilor for Major Events, Sport, Tourism & Fashion dabei nicht nur die klassischen Kulturtouristen. Denn die kommen sowieso. Wichtig ist ihm deshalb, Touristen zu Mehrfachbesuchern zu machen oder auch Gäste anzulocken, die Rom bisher nicht auf der Agenda hatten.  

Valentino auf der spanischen Treppe

Eines der neuen Highlights steht für Juli an. Dann findet auf der spanischen Treppe eine Modenschau von Valentino statt. Ein Spektakel, dass eigentlich nach Mailand gehört und der Auftakt ist für zahlreiche Fashion-Events in Italiens Hauptstadt. Zu ihnen gehören unter anderem zahlreiche Modenschauen im Stil der 50er Jahre.

Parallel dazu sind im Sommer große Konzerte in der Stadt geplant, etwa in den Caracalla-Thermen und im Circus Maximus. Geboten wird von klassischer Musik über Ballett bis hin zu Bruce Springsteen eine breite Palette.

Hotellerie wächst vor allem im Luxussegment

Die Ausgangssituation für ein erfolgreiches Comeback ist aus Sicht von Onorato sehr gut. Rom verfüge aktuell über 1.300 Hotels und 23.000 Apartment- und Bed&Breakfast-Unterkünfte. Zudem wachse der Luxusbereich zurzeit deutlich.

Insgesamt stehen nach Aussage von Onorato allein im Fünf-Sterne-Segment 20 Neueröffnungen an. Unter anderem gehen 2023 Marken wie Bulgari und Rosewood an den Start, Four Seasons will in zwei bis drei Jahren folgen. Insgesamt soll die Bettenkapazität im Fünf-Sterne-Segment in den nächsten drei Jahren von derzeit 1.000 auf dann 4.000 steigen.
Das Gute daran: Viele der neuen Luxushotels entstehen in alten Palästen, die aufwändig restauriert und somit wiederbelebt werden.

Die Gründe für diesen gewaltigen Schub sieht Onorato in einer verbesserten Planungssicherheit für Investoren, in den aktuell „attraktiven“ Immobilienpreisen in Italien sowie im Ruf der Stadt: Rom gehöre nun einmal zu den Städten in der Welt, die für viele Menschen ein „Must go“-Ziel seien.

Bewerbung für Expo 2030

Hinzu komme ein starker „politischer Wille“, die Stadt weiter zu entwickeln und auszubauen. Dazu passt jüngst eingereichte Bewerbung Roms für die Expo 2030. Sie soll am Rande der Stadt in einem jetzigen Problemviertel entstehen und diesem zu einem neuen Antlitz verhelfen.

Während die Expo-Pläne weit in die Zukunft reichen, sind andere Projekte bereits realer: So soll die U-Bahn ausgebaut werden und eine Straßenbahnlinie zwischen dem Vatikan und dem Hauptbahnhof entstehen. Auch diese Investition hat mit einem Event zu tun: Zum katholischen Jubiläumsjahr 2025 erwartet die Ewige Stadt rund 45 Millionen Pilger und Besucher.

 
Matthias Gürtler