Reisevertrieb

AER-Jahrestagung: Fokus auf Axolot

400 Touristiker trafen sich am vergangenen Wochenende in Berlin auf der AER-Jahrestagung

400 Touristiker trafen sich am vergangenen Wochenende in Berlin auf der AER-Jahrestagung. Foto: AER

Bei der viertägigen AER-Jahrestagung am vergangenen Wochenende stand die neue B2B-Buchungsplattform Axolot im Mittelpunkt. Reisebüros und Veranstalter nehmen das Tool gut drei Monate nach dem Launch sehr gut an. Das verriet Rainer Hageloch, Vorstand der Kooperation, im Gespräch mit touristik aktuell. „Bei dem Projekt lag uns am Herzen, den Mitgliedern ein IT-Tool an die Hand zu geben, das sowohl Wettbewerbsvorteile bietet als auch wirtschaftliche und zukunftssichernde Mehrwerte generiert“, beschrieb er. Mehr über Axolot finden Sie hier.

Über den wirtschaftlichen Erfolg zu sprechen, sei allerdings verfrüht: „Wir sind in der Phase, das Produkt auf dem Markt bekannt zu machen und weitere Veranstalter zu gewinnen“, so Vorstand Pedro Turbany. Und das funktioniert offensichtlich: Zum Start im Juli waren 70 Veranstalter dabei, bald sollen es 100 Spezialisten sein. Die Stimmen aus den Reisebüros auf der Tagung waren positiv. „Wir sind von Axolot begeistert. Es gibt tolle Reisen und wir haben einen sehr schnellen Zugriff darauf“, sagte etwa Gisela Fürmann von Ticket Easy aus Traunstein.

Auf der Jahrestagung wurde mit dem neuen Format „Open Space“ eine Premiere gefeiert. In dem Forum gab nicht der Vorstand die Themen vor, sondern Vertreter aus Reisebüros, von Veranstaltern und AER-Experten. Sie diskutierten in kleinen Gruppen über offene Fragen zu Weiterbildung, Ausbildung und Nachhaltigkeit.

Es gab auch die klassische Wissensvermittlung: Die Teilnehmer wurden etwa bei Fachvorträgen über Branchenentwicklungen informiert, beispielsweise über die digitale Evolution. Für Hageloch ist das Thema entscheidend. Er betrachtet die „zu schlechte“ Technik als das größte Problem der Touristikbranche. „Hier habe ich größte Sorge, dass wir als Branche von neuen Playern wie Google und Amazon abgehängt werden“, befürchtet der Vorstand.

Was den AER betrifft, bleibt Hagloch aber Optimist: „Wir haben einen großen Vorteil, da wir unseren eigenen Consolidator Aerticket haben.“ Als Hauptanteilseigner könne der AER damit auf Erlöse aus Gewinnen zurückgreifen, die andere Marktbegleiter nicht hätten. „So können wir viel stärker ins Invest gehen, was wir ja unter anderem mit Axolot getan haben“, erklärte Hageloch auf der Tagung.

Im laufenden Geschäftsjahr bleibt der Flugbereich mit leicht zweistelligen Zuwächsen der Wachstumsmotor der Kooperation. Der Veranstalterumsatz liegt bei rund 1,5 Milliarden Euro – ein Plus von rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im nächsten Jahr öffnet die Kooperation ihre Tagung für Nicht-Mitglieder. „Wir wollen für Freitagabend und den Samstag ein Programm anbieten, das die ganze Reisebranche anspricht“, kündigte Hageloch an.

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