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Studien- und Erlebnisreisen: 2023 wird kein leichtes Jahr

Im kommenden Jahr müssen die Veranstalter manches Hindernis umlaufen. Foto: Nuthawut Somsuk / iStockphoto

Im kommenden Jahr müssen die Veranstalter manches Hindernis umlaufen. Foto: Nuthawut Somsuk / iStockphoto

Wie die gesamte Branche sehen sich auch die Anbieter von Studien- und Erlebnisreisen einer Vielzahl von Problemen konfrontiert, die die Aussichten für 2023 eintrüben. Zentrale Themen sind die steigenden Energiekosten und die hohe Inflation, die die Reiselust deutscher Urlauber eintrüben könnten. 

Unterschiedliche Prognosen

Inwieweit das auch auf die eher betuchte Klientel der Spezialisten zutrifft, schätzen diese unterschiedlich ein. So sagte Peter-Mario Kubsch, Geschäftsführer von Studiosus, bei der Vorstellung der Kataloge für 2023 im Oktober, dass die Frage, ob und wie viel angesichts massiv gestiegener Energiepreise noch für die Urlaubskasse übrigbleibe, auch die Kunden von Studiosus beschäftige.

Anders die Einschätzung von Michael Knapp, Geschäftsführer des Kieler Studienreisespezialisten Gebeco: „Unsere Gäste stehen auf stabilen finanziellen Füßen und sehen die Preisentwicklungen gelassener. Wir können uns daher darauf verlassen, dass unsere Gäste auch im nächsten Jahr ihrem Fernweh nachgehen und nicht auf das Reisen verzichten werden.“

Preise ziehen an

Auch die Incoming-Agenturen in den Zielgebieten sind von Inflation und Energiekosten betroffen und geben diese an die Reiseveranstalter weiter. Dementsprechend sind die Preise gestiegen, insbesondere in den US-Dollar-basierten Destinationen.

Weitere Probleme spricht Mehdi Langanke, Produktentwickler beim Berliner Spezialisten Lernidee Erlebnisreisen, an. Ähnlich wie die Reiseveranstalter selbst seien auch viele der Leistungsträger in den Zielgebieten noch im Prozess des Neustarts und mit der Normalisierung der Prozesse und der Abläufe beschäftigt. „Kapazitäten sind mitunter knapp, der Einkauf und die Verhandlungen herausfordernd“, berichtet Langanke.

Fehlende Flüge, fehlendes Personal

Als weitere Punkte nennt er die ausgedünnten Flugpläne der Airlines und die gestiegenen Preise für Flugtickets. Zudem herrsche in den Urlaubsgebieten ein großer Mangel an Fachkräften und Personal allgemein, so dass „Buchungswünsche zum Teil nicht bestätigt werden können“.

Erfahren Sie mehr zum Thema Studien- und Erlebnisreisen in unserem Schwerpunkt in der neuen Ausgabe von touristik aktuell, die diese Woche erschienen ist auch als E-Paper gelesen werden kann.
 

Julia Treuherz