Verkehr

Frankfurt-Hahn: Insolvenzverfahren eröffnet

Ungewisse Zukunft: Für Frankfurt-Hahn ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden

Ungewisse Zukunft: Für Frankfurt-Hahn ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Foto: Raimond Spekking/Wikimedia

Das Insolvenzverfahren für den angeschlagenen Regionalflughafen Frankfurt-Hahn ist vom Amtsgericht Bad Kreuznach eröffnet worden. Betroffen sind unter anderem die Betreibergesellschaft Flughafen Frankfurt Hahn GmbH und zwei Tochtergesellschaften der chinesischen HNA-Gruppe, die die Mehrheit am Airport hält. Das Insolvenzverfahren bleibt in der Hand des bisherigen vorläufigen Insolvenzverwalters Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann & Partner.

Der Flughafen im Hunsrück hatte im Oktober 2021 Insolvenz angemeldet. Durch sofort eingeleitete Sanierungsmaßnahmen lief der Flugbetrieb aber weiter. Allerdings müsse man „prüfen, wie lange der Betrieb aufrecht erhalten werden kann“, so Plathner.

Zu möglichen Investoren äußert sich der Insolvenzverwalter bislang nicht konkret. Ende Januar seien erste indikative Angebote eingegangen, die derzeit ausgewertet würden, heißt es.

Der ehemalige Militärflugplatz befand sich lange Zeit mehrheitlich in der Hand des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2017 wurden von 82,5 Prozent der Anteile an die chinesische HNA Airport Group übertragen, die inzwischen selbst in wirtschaftliche Not geraten ist. 17,5 Prozent der Anteile hält weiterhin das Land Hessen.

Das Gericht fordert Gläubiger des Airports nun auf, ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anzumelden. Unter anderem verlangt das Land Rheinland-Pfalz gezahlte Beihilfen in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro zurück.

 
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