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Flughafen Frankfurt-Hahn: Käufer gefunden

Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist verkauft worden

Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist verkauft worden. Foto: Wikimedia/Raimond Spekking

Seit vergangenem Herbst ist der Flughafen Frankfurt-Hahn insolvent. Jetzt ist ein Käufer gefunden. Wie der Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner am Mittwochabend mitteilte, werde der Airport im Hunsrück an die Swift Conjoy mit Sitz in Frankfurt am Main veräußert. Alle Beschäftigten sollen übernommen werden.

Swift Conjoy ist ein Join Venture von Swift Holding, die eigenen Angaben zufolge internationale Expertise und langjährige Erfahrung im Bereich Immobilien- und Finanzierungsstrukturierung hat. Zweiter Investor ist das englische Unternehmen Conjoy Investment Partners.

Alle Mitarbeiter werden übernommen

Geschäftsführer sind Tobias Steyer und Martin Mansell. Sie haben den Zuschlag im Bieterverfahren erhalten und wollen den Passagier- und Frachtflugbetrieb in Frankfurt-Hahn fortführen und „umfangreich“ ausbauen, werden sie in einer Pressemitteilung des Insolvenzverwalters zitiert. Im Zuge dessen wolle man investieren und neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Über die Kaufsumme und weitere Details des Vertrags sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Vollzug des Kontrakts steht laut Plathner zudem noch unter Bedingungen. Diese sollen „zeitnah“ erfüllt werden, heißt es. „Aufgrund der sehr guten Nachfrage und der erfolgreichen Umsetzung unterschiedlicher Maßnahmen arbeitet der Betrieb wieder wirtschaftlich stabil in Passagierverkehr und Luftfracht“, sagte Plathner.

Vor Pandemie zählte Airport 1,5 Millionen Passagiere

Der Flughafen Frankfurt-Hahn hatte im Oktober 2021 Insolvenz angemeldet. Lange Zeit befand er sich mehrheitlich in der Hand des Landes Rheinland-Pfalz. 2017 wurden 82,5 Prozent der Anteile von der chinesischen HNA Airport Group übernommen, die restlichen Anteile hielt das Land Hessen.

Vor Ausbruch des Coronavirus war der Flughafen der zehntgrößte Passagierflughafen Deutschlands. 2019 zählte er rund 1,5 Millionen Passagiere.

Ute Fiedler