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Türkei hofft auf zusätzliche deutsche Urlauber

An touristischen Orten wie hier in Ölüdeniz werden in diesem Jahr kaum Russen oder Ukrainer anzutreffen sein. Foto: graphixel/istockphoto

An touristischen Orten wie hier in Ölüdeniz werden in diesem Jahr kaum Russen oder Ukrainer anzutreffen sein. Foto: graphixel/istockphoto

Obwohl die Buchungszahlen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in diesem Jahr sehr gut aussähen, hofft die Türkei, dass noch mehr Urlauber aus dem DACH-Markt in den nächsten Monaten in die Türkei reisen werden. Denn das sei dringend nötig.

„Dieses Jahr braucht die Türkei noch mehr deutsche Gäste“, betonte Deniz Ugur, CEO von Bentour, während einer Podiumsdiskussion auf den RTK-Dialogtagen in Antalya. Durch den Krieg in der Ukraine würden rund 1,5 Millionen ukrainische Gäste in der Türkei fehlen. Auch einen Schwund an russischen Gästen werde es geben.

Koray Cavdir, Geschäftsführer von Ferien Touristik, meinte, dass nur ein Fünftel der russischen Gäste in diesem Jahr in der Türkei ihren Urlaub verbringen werden. Wichtig zu wissen: Russland und die Ukraine sind die größten Quellmärkte für das Urlaubsland Türkei. Erst an dritter Stelle folgt der deutsche Markt.

Laut Ralph Schiller, CEO der FTI Group, sei die Türkei zwar Krisen-erprobt, aber wenn die zwei größten Quellmärkte in diesem Jahr so gut wie wegfielen, sei das auch für dieses Land nur schwer zu kompensieren.

FTI erhalte aufgrund der aktuellen Lage momentan von vielen türkischen Hoteliers Anfragen – von Hotels, die früher in anderen Quellmärkten aktiv waren. „Wir helfen zurzeit unseren langjährigen Partnern, mit denen wir schon immer gut zusammengearbeitet haben“, so Schiller. Man sei aber für Angebote offen. Ob die neu angebotenen Zusammenarbeit der Hoteliers, die sich früher nicht für den deutschen Markt interessierten, langfristig ausgelegt sei, müsse man abwarten.

Deniz Ugur von Bentour warb auf dem Podium derweil für einen Sommerurlaub in der Türkei: „Es gibt noch viele attraktive Familienzimmer in den beliebten Urlaubsregionen.“

Arne Hübner