Reisevertrieb

VDR: Tipps für „grünere“ Geschäftsreisen

Bahn statt Flugzeug: Diese Alternative sollte bei kürzeren Strecken immer geprüft werden

Bahn statt Flugzeug: Diese Alternative sollte bei kürzeren Strecken immer geprüft werden. Foto: vgajic/iStockphoto

Spätestens nach Wegfall der Restriktionen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, schicken Firmen ihre MitarbeiterInnen wieder häufiger auf Dienstreisen. Das rückt einmal mehr Aspekte der Nachhaltigkeit in den Vordergrund. Inwieweit können Unternehmen das Maß an Klimabeeinträchtigung steuern, was können sie tun, um Geschäftsreisen „grüner“ zu organisieren?

Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) hat dazu im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts „Klimaschonende Geschäftsreisen durch konsequente CO₂-Reduzierung“ einen Leitfaden für einen klimaschonenden Geschäftsreiseprozess erstellt. Ziel sei gewesen, „die betriebliche Mobilität zu erhalten und dabei den CO₂-Anteil der Geschäftsreisen zu senken“. 

Mithilfe durch Reisebüros

Wie der VDR mitteilt, waren in das Projekt mehrere Geschäftsreisebüroketten – ADAC Reisevertrieb, Amex GBT, ATG Travel Deutschland, BCD Travel Germany, CWT, Derpart Travel Service, Egencia, FCM Travel und LCC – involviert, wodurch sich eine entsprechende Praxisnähe ergeben hat. Die teilnehmenden Büros haben demnach mit „Pilotkunden konkrete Maßnahmen identifizieren und umsetzen“ können, heißt es. Die Nachfrage sei kundenseitig groß und die Resonanz positiv gewesen.

Das Ergebnis des Projekts: Ein Acht-Schritte-Modell, das nachweislich den Klima-Impact von Dienstreisen senken soll. Die acht Schritte sind überschrieben mit: Entscheidung, Planung, Buchung, Reise, Abrechnung, CO₂-Fußabdruck, Einkauf und Steuerung.

Acht Planungsschritte

Zu Beginn steht die Entscheidung für oder gegen eine Geschäftsreise und somit die Frage: Welchem Zweck soll sie dienen. Fällt die Entscheidung für die Reise aus, gehe es um „zielorientierte Planung und intelligente Buchung“. Dabei sei „die Sichtbarkeit nachhaltiger Angebote entscheidend“. 

Auch während der Reise sollen die MitarbeiterInnen begleitet und auf klimaschonende Angebote hingewiesen werden. Darüber hinaus muss eine transparente Abrechnung inklusive CO₂-Werten gewährleistet sein sowie die Berechnung und Kompensation des CO₂-Fußabdrucks. Am Ende der Kette steht schließlich die Betrachtung eines nachhaltigen Einkaufs und die Steuerung aller Maßnahmen im Hinblick auf die Zielvorgaben des Unternehmens.

Den Leitfaden im Detail finden Sie hier.

Weitere „Test-Kunden“ gesucht

„Wir möchten Unternehmen und Markteilnehmer mit einer Vorlage und Beschreibung der Prozesse motivieren, sich an das Acht-Schritte-Modell anzulehnen, um damit den Weg zu nachhaltigen Geschäftsreisen weiter zu ebnen“, erklärt Projektleiter Ludger Bals. „Zudem senken wir die Komplexität und schaffen mehr Transparenz in diesem Bereich.“

Interessierte Unternehmen können sich per E-Mail beim VDR oder ihrem betreuenden Geschäftsreisebüro weiterhin für eine Pilotierung melden.

Felix Hormel