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Thomas Cook will Reisebüros Ängste nehmen

Auch in der Zentrale in Oberursel sieht man sich dank der möglichen Finanzspritze gut aufgestellt

Auch in der Zentrale in Oberursel sieht man sich dank der möglichen Finanzspritze gut aufgestellt. Foto: Thomas Cook

Die Geschäftsleitung von Thomas Cook hat den Branchen-Verband VUSR als Vertretung der Reisebüros über die Zukunftsaussichten des Reisekonzerns informiert. Thomas Cook befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen zu einem neuen Investment von bis zu 750 Millionen Pfund (siehe hier). Der Plan sieht eine Rekapitalisierung vor, welche die Umwandlung von Krediten und Anleihen in Unternehmensanteile beinhaltet.

„Dieser Vorschlag ist eine pragmatische und verantwortungsvolle Lösung, die die Mittel für eine gesicherte Zukunft unseres Unternehmens und damit für unsere Kunden, Vertriebs- und Geschäftspartner und Mitarbeiter bereitstellt“, sagte Carsten Seeliger, Thomas-Cook-Vertriebsgeschäftsführer gegenüber dem VUSR.

Laut Seeliger können Vertriebspartner und Kunden weiterhin ohne Bedenken Reisen über Thomas Cook buchen. „Selbstverständlich werden wir den Vertrieb auf dem Laufenden halten und noch weitere Gespräche führen“, so der Vertriebsverantwortliche.

Auch Marija Linnhoff, VUSR-Vorsitzende, sieht die Entwicklung positiv. „Wichtig ist, dass Thomas Cook mit starken Marken wie Neckermann Reisen, Thomas Cook Signature, Öger Tours und Bucher Reisen als Traditionsunternehmen in der Touristik mit neuem Geld weiter bestehen bleibt.“

Kommentare (11)

  • Alfons Kissel
    am 19.07.2019
    ....ohne Bedenken weiterhin buchen...... Das hat uns Air Berlin auch erzählt ! Dann springen kurzfristig die Investoren ab.....
    Wer gibt uns und unseren Kunden dafür eine Garantie ?
  • kai wunder
    am 19.07.2019
    Die Investition btr. nur Hotels und TC gibt dann im FEB20 bekannt, was mit Condor Flotte passiert, oder auch nicht.
  • Yvonne Lang
    am 19.07.2019
    Was grundsätzlich einmal positiv zu bewerten wäre, ist die Tatsache, daß TC sich mit dem einzig "echten" Vertreter für uns Reisebüros an einen Tisch setzt und Tacheles redet. Was grundsätzlich weniger positiv für mich klingt, ist diese Zuversicht über ein Verfahren, das weder abgeschlossen, noch so ganz durchsichtig ist. WIR haben trotzdem den schwarzen Peter. Steuern wir weg, tragen wir evtl die Verantwortung für eine Pleite mit. Buchen wir brav, kann es uns selbst den Hals auch brechen.....Eine echte Zwickmühle, aus der wir gerne herausgeholfen bekämen. Im Gegensatz zu den Managern von TC haben WIR unsere Schäfchen nicht im Trockenen und können uns deshalb auch nicht abwartend zurücklehnen
  • Wolfgang Hoffmann
    am 19.07.2019
    ...innerhalb des VUSR sprechen die Reisebüros offen über alle Problematiken der Touristik. Und der Verband sich intensiv und früh genug um alles kümmert, was uns Mitglieder-Reisebüros betrifft, wissen wir auch immer früh genug Bescheid. Das ist unser Vorteil.
    Was TOC betrifft, so ist die Summe aller Information dann seit Anbeginn der finanziellen Schieflage des Konzerns die Grundlage unserer Entscheidung gewesen.
    Meine Dreingabe ist das Teelicht, dass ich für TOC auf die Fensterbank gestellt habe. Räucherstäbchen würden auch gehen...
  • Maike Mohrhof
    am 19.07.2019
    Es ist schön zu lesen, dass der Vertrieb auf dem Laufenden gehalten werden soll. Leider wurde das bis dato nicht umgesetzt. Viele Kollegen sind quasi ahnungslos. Von TC kommt purer Optimismus, der sich in Artikeln wie z.B. dem Handelsblatt oder Spiegel usw. ganz anders darstellt. Hier ist u.a. die Rede von „Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau“. Die Wahrheit liegt sicher irgendwo dazwischen. Das würde ich mir als alteingesessene Touristikerin auf jeden Fall wünschen! Ich mag TC und die Produkte und es wäre ganz sicher nicht gut für die Reisebranche, wenn wir dieses traditionsreiche Unternehmen nicht mehr hätten. Wie Yvonne Lang schon schreibt, sitzen allerdings wir an vorderster Front und haben somit eine Verantwortung für unsere Kunden und für unsere Existenz. Als Mitglied des VUSR bin ich dankbar, dass wir von dort Unterstützung bekommen...und zwar bis dato NUR von dort! Endlich hat TC den ersten Schritt getan und kommuniziert mit unserem Vorstand! Das ist für mich persönlich ein wichtiges Signal, um dem Konzern weiterhin Vertrauen entgegen bringen zu können.
  • Dennis Hänsdieke
    am 19.07.2019
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    Ich gehe mal einen Schritt weiter. Wir haben nicht nur eine Verantwortung für uns und unsere Kunden, sondern tragen auch die Verantwortung dafür das Vertrauen in die Pauschalreise zu erhalten. Was glaubt Ihr passiert denn, wenn TOC Insolvenz anmeldet? Dann sind Eure verlorenen Provisionsansprüche das kleinste Problem. Die Sicherungsscheine decken ja wohl nur einen kleinen Teil ab. Viele Kunden werden also leer ausgehen. Und das Vertrauen unserer Kunden werden wir verlieren. Ich bin alles andere, als ein Pessimist. Aber dann werden viele Reisebüros die Tür ebenfalls abschließen. Wir sind aktuell bei TOC 26% im Plus auf hohem Niveau. Und ich bitte Euch, stärkt TOC und der Branche den Rücken.
  • Jochen Volland
    am 20.07.2019
    Abwarten heisst für mich die Devise. Hoffe das der Deal bald abgeschlossen wird!
  • Christin H.
    am 22.07.2019
    Sorry aber wir warten ebenfalls erstmal ab. Wir haben leider Alle zu viel erlebt in den letzen Jahren.
  • Renate Völkel-Hanne
    am 22.07.2019
    Fosun International Limited (chinesisch 復星國際有限公司) ist das größte in Privatbesitz befindliche Konglomerat in der Volksrepublik China. Noch Fragen ?
    https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-der-fragwuerdige-trick-des-thomas-cook-grossaktionaers-fosun/24586790.html
  • Charly Amend
    am 22.07.2019
    Was muss bei Cook alles in die Hosen gegangen sein, dass aus dem einstigen Reisepionier Neckermann + Reisen, einem Unternehmen, dem ich 38 Jahre angehörte, ein Chinaladen wird? Klar, von der Tradition alleine kann man nicht überleben, aber man sollte derart wirtschaften, dass man die Tradition wahren kann. Eine rundum peinliche Situation - besonders deshalb auch, weil ich häufig auf diese Misere angesprochen werde.
  • Joerg Kinder
    am 23.07.2019
    Ich sehe das genauso wie Charly. Auch ich war 15 Jahre im Unternehmen und gab alles mitgemacht: Neckermann, C&N Touristik und dann Thomas Cook. Machen wir uns nichts vor: trotz der 750 Mio Finanzspritze wird es schwierig bleiben, denn wir haben in Europa wieder Top Sommer, dann kommt noch der Brexit im Oktober was zu einem weiteren Einbrucg des UK Geschäfts führen kann und der Umstand das die Konkurrenz deutlich gewinnt in Deutschland:Alltours, Berge und Meer etc, sowie die Onlineanbieter. In UK würde Thimas Cook bereits von Jet2.com überholt und liegt auf dem letzten Platz des Kundenvertrauens. Natürlich wird der Name Thomas Xook nicht untergehen, aber im Falle dessen das die Firma weiter Verluste produziert- dann könnte es im schlimmsten Fall bereits im Februar zu Personalreduzierungen und Büroschliessungen kommen. Personal kostet und Reisen kann man auch online pur verkaufen. Wer denkt das kann nicht passieren, sollte sich mal die Filialschliessungen der Banken europaweit anschauen in den letzten 2 Jahren. Wie sagt Fankhauser so schön: dann werden pragmatische Lösungen gesucht...leider!

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